Die Sächsische Aufbaubank fördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Freistaates Sachsen die Nachwuchsforschergruppe „Mechanismen der enzymatischen Spaltung des neural cell adhesion molecules unter Beteiligung der Prolylendopeptidase“ kurz MESCAMP.

 

Dahinter verbirgt sich der biomedizinische Themenbereich um den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen, entzündliche Prozesse des Gehirns, sowie  psychiatrische Erkrankungen. Erkrankungen wie Alzheimer gehen auf neurodegenerativen Prozesse zurück, bei denen Nervenzellen absterben oder ihre Funktionen verändern. Die Ursache liegt möglicherweise in genetischen Veränderungen, aber auch der direkte Bereich um die Nervenzellen, die sogenannte extrazelluläre Matrix, und Botenstoffe spielen eine große Rolle. Die Leipziger Hirnforschung am Paul-Flechsig-Institut hat sich darauf spezialisiert. Die Arbeit von MESCAMP wird sich auf ein besonderes Enzym (Prolylendopeptidase) konzentrieren, das als Akteur im Zusammenhang mit verschiedensten psychiatrischen Erkrankungen, Neurodegeneration, Nervenentzündungen und Zelltod erkannt wurde. Auf dem Programm der Forschergruppe stehen Untersuchungen zu möglichen Nebenwirkungen von Wirkstoffen, die Einfluss auf das Enzym nehmen sowie zu biologischen Mechanismen der Gedächtnisbildung und -veränderung. Prof. Steffen Roßner hat die Förderung für die Nachwuchsforschergruppe eingeworben.Geleitet wird die auf deutscher Seite aus 7 Wissenschaftlern bestehende Gruppe von Dr. Markus Morawski. Das Vorhaben wird umgesetzt in Zusammenarbeit mit der estnischen Universität Tartu. 

 

 

Informationen zu MESCAMP auf der Seite der Universität Leipzig:

http://www.zv.uni-leipzig.de/service/presse/nachrichten.html?ifab_modus=detail&ifab_id=5096

 

Informationen zu MESCAMP auf der Seite des ESF:

http://ec.europa.eu/esf/main.jsp?catId=67&langId=de&newsId=8185